Freitag, 16. November 1990 LANDKREIS TIRSCHENREUTH
Ein Journalist begleitet das, mystische Leben der Therese Neumann

Albert Panzer und die "Resl" im Buch "Licht von drüben"

Buch über die Phänomene in der Gemeinde Konnersreuth offiziell vorgestellt.

Er war ein kleiner Bub, als er das erste Mal der "Resl" begegnete. Ein Pfarrer hatte Albert, Panzer mitgenommen, in das benachbarte, Konnersreuth, Später kam dem, gebürtigen Mitterteicher die Stigmatisierte aus dem Blick. Zwei Jahrzehnte danach wurde der junge, Mann in, das Redaktionsteam der Zeitung "Der neue Tag" berufen.
Nun kam Therese' Neumann und das Karfreitagsgeschehen in Konnersreuth schon aus beruflicher Neugier ins Blickfeld. Völlig unvoreingenommen erlebte der Journalist die Phänomene mit, skeptisch zunächst, dann aber so klar einfach und durchsichtig, dass er heute sagt: "In Konnersreuth ist Wahrheit geschehen".
Und darüber legt Albert Panzer Zeugnis ab. "Licht Von drüben", heißt das Buch das am Donnerstag offiziell vorgestellt wurde. Das mystische Leben der "Resl" hat Albert Panzer Über viele Jähre begleitet, ja er wurde ob seiner Berichterstattung zum Sprachrohr die großen Welt. Seine Artikel über die Stigmatisierte wurden gar. In den Vereinigten Staaten gedruckt. Nach schwerer, Krankheit im vergangenen ,Jahr genesen, erkannte 'der in Schirmitz lebende Journalist, dass er noch etwas Wichtiges unbedingt zu tun habe: Seine Erinnerungen an, Therese Neumann. Sie hat er nun in Worte gefasst und der Nachweit, überliefert.
Albert Panzer hat keine "Verteidigungsschrift" verfasst, keine "Theologie von. Konnersreuth. Vielmehr kam es dem Autor und Herausgeber darauf an aus seinen Beobachtungen und. Erfahrungen heraus. das, Menschliche an der Person der "Resl" darzustellen, ihr, Stehen in der Wirklichkeit des Lebens. "Ich wollte die Christus-Botschaft von Konnersreuth wieder in das Bewußtsein rufen sagte der Journalist bei der Vorstellung, -des 176 Seiten starken Buches im Rathaus, "dem Heiland ein Kompliment machen und seiner begnadeten Dienerin Therese Neumann".

Pfarrer Anton Vogl Postulator des Informativ Prozesses zur.Seligsprechung von Therese Neumann, erachtete es als besonders wichtig. "dass solche Zeugen wie Sie Schwarz auf Weiß Zeugnis ablegen"
Bürgermeister Michal Hamann freute sich über, das ausgezeichnete Werk, das vom geistlichen Rat Josef Schuhmann, Pater Dr. Max Hofinger vom Kloster Fockenfeld und der. Schwester Oberin Seraphine und Schwester Lucia vom Anbetungskloster sowie den beiden Nichten der "Resl", Maria und Walburga Dietz sowie Frau Rosa Schiml begeistert aufgenommen wurde.
Dank galt in diesem Zusammenhang Egon Grasser und Lothar Kaiser für die technische Betreuung des Buches. Frau Bärbel Panzer gratulierte dem Autor im Namen der Verleger des "Neuen Tages" zu dem gelungenen Buch. "Es ist ein gewisser Ersatz für die persönliche Begegnung mit der Stigmatisierten"
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Rede von Bärbel Panzer bei der Buchvorstellung:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich, dass ich heute im Namen der Verleger des Neuen Tages an dieser Vorstellung eines Buches unseres Verlagshauses teilnehmen kann.
Bereits nach dieser offiziellen Einleitung muss ich persönlich werden.
Der Autor - mein Schwiegervater - war es, der mir Konnersreuth nahegebracht hat. Ihm habe ich es zu verdanken, dass auch ich die Resl als einfachen Menschen kennen lernen und ihre Wundmale bestaunen durfte. Gerade diese persönliche Begegnung ist es, die heute noch mein Bild über Konnersreuth prägt.
Wie sehr die Geschehnisse um Therese Neumann jetzt schon Geschichte sind, erlebe ich wenn ich mit unseren Kindern auf das Thema Konnersreuth komme. Es ist schon viel über das Phänomen geschrieben worden, man hat versucht den Schwindel zu entlarven, aber kein Buch ersetzt die persönlichen Eindrücke.
Herr Panzer war als zuständiger Redakteur für die Berichterstattung über Konnersreuth verantwortlich. Man muss sich das einmal heute vorstellen. Da geschehen in einem kleinen Oberpfälzer Ort Dinge, die es eigentlich nicht geben kann. Wie reagiert die örtliche Presse? Vermarktet sie die Sensation, um den Verlegern eine Auflagensteigerung zu bringen, oder versucht sie die Leser behutsam an den Kern des Geschehens zu führen?
Im Zusammenhang mit Konnersreuth wurde oft von Vorsehung gesprochen. Man kann den Eindruck bekommen, dass sie im Spiel war, als Albert Panzer die journalistische Verantwortung für Konnersreuth bekam.
Gerade aus dieser Tätigkeit will uns der Autor in diesem Buch berichten. Wenn er das, was ich aus vielen Gesprächen schon teilweise kenne, niedergeschrieben hat, dann glaube ich, dass es ein gewisser Ersatz für die persönliche Begegnung mit der Resl werden könnte.
Ein bisschen konnte ich die Entstehung des Buches verfolgen - ein Glücksumstand oder Fügung, dass es überhaupt noch geschrieben werden konnte - und erleben, mit welcher Zielstrebigkeit sich der Autor an die Arbeit machte. Unbeirrt verfolgte er sein Konzept und ließ sich von keinen anderen Konnersreuth Freuden - und sei es die eigenen Ehefrau - davon abbringen.
Gerade deshalb freue ich mich, lieber Schwiegervater, Dein Buch nun in Ruhe lesen zu dürfen.

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